Unsere Geschichte

Mit unserem Betrieb in Bockstedt können wir auf eine lange Geschichte zurückblicken: Schon im Jahr 1570 lebt und arbeitet die Familie auf dem Hof! 

In den letzten 100 Jahren hat sich unsere Landwirtschaft sehr verändert. 1919 lag der Betrieb noch im Ortskern. Nach den entbehrlichen Zeiten des 1. Weltkriegs ging es mit acht Milchkühen und neun Rindern klein los.

Besonders die Technisierung hat zum Fortschritt auf dem Hof beigetragen. 1938 zog der erste Schlepper ein: ein Normag 20/22 PS mit Pflug und Grubber.  

Nach der schwierigen Zeit im 2. Weltkrieg, u.a. mit Zwangsablieferungen von Getreide und Milch, konnten erneut Maschinen gekauft werden. Der Bezugsschein lag schon seit 1944 vor, die Lieferung des langersehnten Schleppers Hanomag mit 20 PS erfolgte 1948.

1959 wurde der erste Kartoffelvollernter von der Firma Bergmann aus Goldenstedt gekauft. 1961 kam der erste eigene Mähdrescher dazu - ein Claas Super für die damals stolze Summe von 9.200 DM. Das Stroh fiel von der Dreschmaschine in einen Gebläsehäcksler. Dort wurde es geschnitten und auf den Boden der Viehställe geblasen.

1962 wurde ein wichtiger Meilenstein beschritten: Im Dorf wurde es zu eng, so dass bauliche Veränderungen auf dem Stammhof kaum noch umgesetzt werden konnten. Deswegen siedelten mein Großvater und Vater den Betrieb 400 m vom Ortskern entfernt aus. Am neuen Standort entstanden neben neuen Schweineställen mit Auslauf an die frische Luft für die Sauen, eine Kartoffellagerhalle und ein Wohnhaus. Die Milchkühe wurden abgeschafft und der Einstieg in die Sauenhaltung erfolgte.

Gesa und Josef Langenberg - Betriebsleiter Lampe Agrar
Das Hofgelände von Lampe Agrar 1974 mit neuer Maschinenhalle und Getreidesilos..

2017: Zwanzig Jahre später wird der Hof an uns – die nächste Generation – Gesa und Josef Langenberg übergeben.  

Die Tiere haben 1,5 m2 Platz, also 100% mehr als der gesetzliche geforderte Standard. Mit ihrer  Rüsselscheibe können sie jederzeit eine Tür aufstoßen, um nach draußen an die frische Luft zu gehen.

Das Hofgelände von Lampe Agrar 1962 nach der Aussiedlung aus dem Dorf.

Der Betrieb wuchs weiter: 1974 kamen eine Maschinenhalle und neue Getreidesilos hinzu.
70 Sauen sowie die dazugehörige Nachzucht wurden damals hier aufgezogen.  

 

Zwischen 2020 und 2022 haben wir am alten Standort – dem Elternhof meines Großvaters – den ersten Schweinestall für 440 Schweine zum Tierwohl-Stall umgebaut.

Unsere Zukunft

Unsere beste Zeit liegt noch vor uns. Wir bewahren die Tradition, indem wir unseren Familienbetrieb weiterführen. Gleichzeitig ist es uns eine Herzensangelegenheit, dass wir uns, wie auch die Generationen vor uns schon, ständig an die neuen gesellschaftlichen Werte anpassen und einen echten Beitrag für die künftigen Herausforderungen an bedürfnisorientierter Tierhaltung, der Klimabilanz (und natürlich auch Biodiversität und Artenvielfalt) leisten – mit gutem Gewissen.